Als ich dich kennengelernt habe wusste ich, du wirst bleiben. Vielleicht nicht bei mir, aber dafür in meinem Kopf. Ich wollte so viel mit dir erleben, wollte deinen Eisberg nach unten abtauchen – aber das Eis brach nicht, wollte mehr als du gegeben hast und habe mir den Kopf am harten Eis angeschlagen. Man sagt doch immer, dass man nach solchen Unfällen aufstehen und weitermachen solle, um keine Blockaden aufzubauen – dachte ich und ging raus in die Welt! Lernte neue Menschen kennen und gab deren Eisbergen eine Chance. Wirklich tauchen konnte ich aber nie, der Kopfschmerz zu groß, mein Kopf drehte Kreise, dröhnte und dann schrie mein Herz nach dir. Ich glaube, ich kann dich nicht vergessen, nicht so schnell und auch, wenn ich weiß, wie man mit deinem Berg umgehen muss, weiß, dass das tauchen nichts wird, sehne ich mich immer noch danach. Wenn es in der Zukunft nicht nichts wird, verändert man eben im Kopf, die Parameter der Vergangenheit und bleibt so darin stehen und schaut sich um, bleibt und lebt mit immer weiter andauernden Vergangenheit, bis sie allmählich verblasst – ich denke, das nennt man dann „über dich hinweg sein.“
Text Lukas Semrau
