2019

Memminger Zeitung

13. Juli 2019

Kultur am Ort

Deutschland, ein Fiasko?

Fotografie Dominik Kaspar stellt in der Galerie Sunny Side Up unter einem provokanten Titel aus. Wer die Bilder des Stuttgarter Künstlers sehen will, hat eine Hürde zu überwinden

BLIX

JULI 2019

KULTUR & FREIZEIT

Fiasko?! Deutschland

ROT AN DER ROT. Die Galerie SUNNY SIDE UP zeigt noch bis zum 31. August 2019 Fotografien des Stuttgarter Künstlers Dominik Kaspar. Ganz unvoreingenommen kann man sich der Ausstellung nicht nähern, denn ehrlich gesagt, der Titel provoziert! Hilft uns das ? und das ! im Titel wirklich darüber hinweg, Deutschland als Flasche bezeichnet oder als ein Debakel sehen zu müssen? Das alte Kissen auf dem Plakat, in den uns bekannten Landesfarben, das manche sicher noch von früher kennen, ob es nun im Auto lag oder auf dem Sofa, es macht diese Angelegenheit nicht wirklich bequemer.

Kritisch und aufgeklärrt wie wir sind, stellen wir uns aber der Auseinandersetzung und besuchen FIASKO?! DEUTSCHLAND. Und die nächste Hürde wartet schon auf uns. Direkt vor uns. Auf dem Boden, da liegt sie. Die Deutsche Flagge. Von links nach rechts: Schwarz-rot-gold. Soll hier Deutschland mit Füßen getreten werden?

Zumindest müssen wir auf die Flagge treten, wenn wir uns die Ausstellung ansehen wollen. Betreten steht man nun auf der Flagge und sieht sich mit sehr klaren, rahmenlosen Fotos, die direkt auf der Wand angebracht sind, konfrontiert. Mal in schwarz-weiß, mal farbig. Die Größen variieren ebenfalls, aber schlicht und aufgeräumt zeigt sich uns diese Ausstellung. Dominik Kaspar fotografiert Dinge, die wir alle kennen. Die Titelliste teilt das mit. "Abfluss, Rasierer, Kissen, 50 Pfennig, Affenhaus." Er fotografiert nüchtern und sachlich. So sachlich, dass Geradeaus in der rechten Ecke, da hängt ganz klein, ein Foto von einem Abfluss. Er zieht uns an. Darüber in türkis: "Affenhaus." Ja, das ist wohl das Affenhaus aus einem Zoo. Man sieht aber keine Affen. Nur ein ordentliches Durcheinander, und das schöne Türkis, das sind die Fliesen an der Wand. Ein gewisses Schaudern stellt sich ein. Links daneben das größte Foto der Ausstellung in schwarz-weiß: "Küken." Man sieht es nur von hinten. Das kleine Riesending. Hilflos monströs. Ganz rechts, auch in schwarz-weiß, ebenfalls ein Vogel: "Ara." Zentriert, unschwer zu erkennen, in der oberen Bildmitte der Kopf des Papageien. Er sieht ganz schön mitgenommen aus. Musste wohl Federn lassen. Man kommt nicht umhin, an den Bundesadler zu denken. Ist das hier der schwarz-weiße deutsche Jamaikapapagei? Alte und neue Fragen scheinen hier ganz ruhig gestellt zu werden. Antworten sind nicht nötig. Und es ist sowieso anders, wenn man endlich in FIASKO?! DEUTSCHLAND auf der Flagge steht und sich hin und her bewegt. Es ist ganz anders, als zunächst vermutet. Und das ist aufschlussreich!

BLIX

MÄRZ 2019

FRAUENPOWER

Ausdrucksstrake Zeichnungen

ROT AN DER ROT. Noch bis zum 26. April zeigt die Galerie SUNNY SIDE UP die aussdrucksstarken Zeichnungen des Kunstprofessors Martin Oswald.
Die gestisch starken Werke spiegeln innere Bewegungen, die sich als freies Spiel mit den Möglichkeiten der Linie im Raum entfalten. Das geschieht oft in mehreren Schichten auf Transparentpapieren, die die Linien mal körnig, mal grau entfernt, mal nah und deutlich wirken lassen. Dabei entsteht eine besondere Leichtigkeit, die Linien treiben gleichsam auf der weißen Fläche des Papiers. Geradezu das Gefühl vom Schweben vermitteln die neuen Lichtlinien: Zeichnungen, die rückseitig von Lichtkästen illuminiert werden und frei im Hellen zu schweben scheinen. Unabhängig von üblichen Kategorien bewegt sich seine Kunst im fluiden Spiel zwischen Zeichnung, Imagination und freier Konkretion im gestus des Zeichners. Die Ausstellung bekommt so den Charakter einer zeichnerischen Installation im White Cube.
Die Werke von Martin Oswald sind noch bis zum 26. April 2019 in der Galerie SUNNY SIDE UP \ Mörikeweg 16 \ in Rot an der Rot zu sehen.
Die Werke von Martin Oswald bewegen sich zwischen Zeichnung, Imagination und freier Konkretion.


Ein Ort, wo etwas passiert

SUNNY SIDE UP - so nennt sich die Galerie, die Andrea Oelmaier 2017 in Rot an der Rot eröffnet hat. SUNNY SIDE UP ist eine konzeptuell ausgerichtete Galerie, die zeitgenössische Kunst, in drei bis vier Ausstellungen pro Jahr, zeigt.

 

Der Name ist Teil des Konzepts, denn wie beim Spiegelei - egg sunny side up, das nur auf einer Seite angebraten ist, so gibt es auch in der Galerie zwei Seiten. Nur ein Paar Schritte entfernt vom Ausstellungraum der Galerie befindet sich AREAL. AREAL ist eine art konzeptueller Garten. Ein umzäunter, ein abgegrenzter, aber dennoch öffentlich zugänglicher Außenbereich. Da drin kann man viele Dinge sehen, die man kennt, aber auch solche, die es früher mal gab, jetzt aber nicht mehr. Warum? Kunst zu zeigen, Themen mit der Kunst zu benennen, um sie zu diskutieren, das ist ein Teil dessen, was Andrea Oelmaier wichtig ist. Das andere, was der Galeristin aber genauso wichtig ist, das ist die Vermittlung von Haltung, von Position! Es reicht nicht nur, Kunst zu zeigen, man muss auch sehen, dass etwas passiert! Deswegen gibt es AREAL, wie gesagt, eine art konzeptueller Garten, in dem Andrea Oelmaier selbst gerne anzutreffen ist, um dort freundlich und offen Stellung zu beziehen. Interessierte sind herzlich willkommen.  www.gallerysunnysideup.com

In ihrer Galerie SUNNY SIDE UP bietet Andrea Oelmaier zeitgenössischen Künstlern und deren Werken eine Plattform.
AREAL ist ein konzeptioneller Garten, in dem es viel zu sehen gibt.


Memminger Zeitung

11. Januar 2019

Kultur am Ort

TRANSPORT

2018

Schwäbische Zeitung

10. November 2018

VON DER SCHUSSEN ZUR ROT

Ausstellung in Rot an der Rot

Wenn aus einem Grabstein eine Euro-Palette wird

BLIX

OKTOBER 2018

KULTUR & FREIZEIT

Das Geheimnis der Europalette

ROT A. D. ROT. Die Galerie SUNNY SIDE UP, in Rot an der Rot, stellt vom 21. Oktober 2018 bis 11. November 2019 Arbeiten des Stuttgarter Künstlers Oliver Braig aus.

 

Die Ausstellung trägt den bemerkenswerten Titel TRANSPORT. Schon beim Betrachten des Plakates stellt sich die Frage, was hier transportiert wird oder werden soll?

Eine Person schmiegt sich bäuchlings, elegant und leicht, mit ausgestreckten Armen und Beinen, wie bei einer dieser Yogaübungen, an einen Sockel, der auf dem Boden steht, an. Sie berührt ihn scheinbar, fast nicht. Das ist noch nachvollziehbar, was aber verwirrt, das ist der Blick. Es sieht so aus, als hätte jemand dieses Foto von einem Flugzeug aus, das an der Erde vorbei fliegt, gemacht. Ein Schnappschuss?

Betritt man den Galerieraum, wirkt die Ausstellung nüchtern und sachlich. Bilderrahmen mit Fotos an der Wand, schwarzweiß. Auf dem Boden, mitten im Raum, endlich, etwas Bekanntes. Eine Europalette. Doch die ist nicht aus Holz. Man kann schnell erkennen, dass sie aus Stein ist, aus Marmor, sogar. Der Blick auf das Informationskärtchen an der Wand, teilt uns den Titel mit: INHALT.

Sollen wir hier an der Nase herumgeführt werden? Eine Europalette ist doch ein reines Transportmittel, ein Gegenstand also, den wir, arglos, benutzen. Tag ein, Tag aus. Doch diese Europalette aus Marmor, sie widersetzt sich! Sie will und soll nichts transportieren, denn sie, sie ganz allein ist das, worum es hier geht! Das ist ihr Inhalt! Was ist denn Inhalt noch mal? Verdammt noch mal? Und warum ist dann der Titel: TRANSPORT?

Das beunruhigt, bringt mich aber immerhin zum Nachdenken. Einen Besuch ist das alle Mal wert.

Schwäbische Zeitung

16. Juli 2018

VON DER SCHUSSEN ZUR ROT

Ausstellung in der Galerie Sunny Side Up

kibizz

Juli 2018

SELBSTHILFEGRUPPE FÜR JUNGE TRAUERNDE

Trauer - Überforferung total?!

nebel/leben

BLIX

JULI 2018

KULTUR & FREIZEIT

GALERIE SUNNY SIDE UP  Einladend und besonders

kibizz

Juni 2018

AUSSTELLUNGEN

Ein privater Garten für die Öffentlichkeit

Schwäbische Zeitung

28. MAI 2018

VON DER SCHUSSEN ZUR ROT

Galerie 'Sunny Side Up'

Wo sich Kunst und Natur berühren

Memminger Zeitung

23. MAI 2018

Kultur am Ort

Wo Kunst sich mit Natur berührt

Ausstellung Oliver Braig zeigt seine Exponate

in der neun Roter Galerie 'Sunny Side Up'

 

Rot an der Rot  Kunst und Natur verbinden sich in einer Ausstellung, die zurzeit in der Galerie 'Sunny Side Up' in Rot an der Rot zu sehen ist. Der Bildhauer Oliver Braig - er lebt und arbeitet in Stuttgart und Kirchbierlingen - zeigt einige wenige Exponate, die fließend übergehen in die 'Plattform Garten', welche die Basis der neuen Roter Galerie bildet.

  Nicht nur weil, eines seiner aus Holz gestalteten Werke den Titel 'Mirror' trägt, hält Braig uns  dabei den Spiegel vor. Er will den Blick schärfen für das, was wirklich ist und das entlarven was sich nur vordergründig präsentiert. 'Alles Gar Nicht War'. lautet denn auch der Titel der Ausstellung. Wobei 'War' hier sowohl die Vergangenheitsform von Sein darstellt als auch bewusst die Frage nach der Wahrheit und dem Wirklichen anklingen lässt.

  Wie sehr uns die Sinne täuschen können, unterstrich Galeristin Andrea Oelmaier, als sie zu Beginn der Ausstellungseröffnung transparentes Wasser mit künstlichen Aromastoffen servierte. Als Kontrastpunkt dazu wurden schließlich regionale Leckerbissen kredenzt. (br)

 

Dauer Die Exponate sind noch bis zum 22. Juni zu sehen. Öffnungszeiten der Galerie im Mörikeweg 16 in Rot an der Rot sind dienstags, donnerstags, freitags von 10 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr. Öffnungszeiten der 'Plattform Garten': täglich 'solange es hell ist'.

 

Veröffentlichung, Ausstellung Oliver Braig, Galerie Sunny Side Up, Andrea Oelmaier, Rot an der Rot

'Mirror' ist der Titel eines der Exponate von Oliver Braig, die zurzeit in der Galerie 'Sunny Side Up' in Rot an der Rot zu sehen sind.                                                         Foto: Katja Stolz


2017

BLIX

OKTOBER 2017

KULTUR & FREIZEIT

Zukunft trifft Vergangenheit

ROT A. D. ROT. Noch bis November findet in der Galerie 'Sunny Side Up' die Ausstellung „look-realize-feel“ des Künstlers Oliver Braig statt. Dabei geht es um eine Reise zwischen Zukunft und Vergangenheit in der die Verbundenheit zur Natur eine besondere Rolle spielt.

Wenn in Turin zwei Menschen einen Schokoladenladen besuchen, so muss daraus nicht unbedingt die Idee zu einem philosophischen Garten nördlich der Alpen entspringen. Wenn es dennoch geschah, so deshalb, weil hier zwei höchst sensible Menschen ein Schildchen mit der Aufschrift „The future has a traditonal taste“ wahrnahmen.  Übersetzt bedeutet das soviel wie „die Zukunft schmeckt nach Vergangenheit“. 

Dies sollte der Initialsatz zu einem Projekt werden, dessen vorläufigen Höhepunkt wir heute erstmals in Gemeinschaft miterleben dürfen. Beide, Andrea Oelmaier, die Kunstsinnige und Oliver Braig, der Künstler empfinden das tiefe Bedürfnis aus der Vergangenheit und der persönlichen Erdverbundenheit zu schöpfen um im tiefen Einfühlen für das was war und was ist, sich vorzubereiten auf das, was kommt.

Und das geht vielleicht nirgendwo anders besser als in einem Garten, der selbst ein ständiges Werden und Gehen verkörpert. Es ist ein Garten auf dem Lande in einem Landstrich, wo es viele Gärten gibt - aber es ist ein anderer: denn er hat im eigentlichen Sinne keine Funktion, ist weder Gemüse- oder Nutzgarten noch Ausweis bürgerlicher Rasenschnittkunst. Nein, dieser Garten ist eine Symbiose aus Natur und Geist und genau das macht ihn zum Kunstwerk. Selbst die Bienen werden so Teil der Kunst, geht es hier gerade nicht darum, Honig zu Gewinnen, sondern es geht um ein Sinnbild für jenen Teil des natürlichen Kreislaufs den die Tierwelt repräsentiert.  www.gallerysunnysideup.com

 

Natur und Kunst, Mensch und Natur, Plattform Garten, Oliver Braig, Andrea Oelmaier

Plattform Garten beweist, dass die Natur das größte Kunstwerk ist.